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Neben tollen Erinnerungen aus einem wunderschönen Urlaub in San Francisco, Palo Alto, Los Angeles und Las Vegas konnte ich auch einige Eindrücke aus amerikanischen Companies mitnehmen.

Beispielsweise hatten wir das große Glück Facebook und Airbnb zu besichtigen. Außerdem sind wir auf dem Google Campus herumspaziert bzw. umhergeradelt 😉 und haben noch weitere Firmen besucht, u.a. 5.11. Der sehr spannende und lustige Vortrag von Thomas Gottschalk in der Stanford University hat mir zusätzlich einige Erkenntnisse geliefert.

Leider kann ich hier keine Einzelheiten preisgeben, aber ich werde versuchen meine Erkenntnisse dennoch treffend zu beschreiben.

Wie sollte man auftreten bzw. anderen Menschen begegnen?

Es ist wichtig seinem Gegenüber von vorne herein zu vermitteln, dass man ihm nichts Böses will, sondern er sehr willkommen ist. Damit geht der andere sehr viel offener auf einen zu und stellt sich nicht in eine Abwehrhaltung.

Wie schafft man es Leute zu begeistern?

Möchte man etwas präsentieren bzw. andere begeistern, so ist es wichtig, nicht zu ernst und detailliert geplant zu sein. Eine gewisse „Wurschtigkeit“ ist spannend und vermittelt Sympathie. Man braucht Individualität und muss authentisch wirken. Wenn man es dann noch schafft die Leute zum Diskutieren und Nachdenken zu bringen, dann hat man sie wirklich erreicht.

Was haben amerikanische Firmen bereits begriffen?

Ich behaupte hier einfach mal, aufgrund meiner Eindrücke in den Firmen, die wir besucht haben, dass die Companies ihren Mitarbeitern das Leben bzw. die Arbeit so leicht wie möglich machen wollen.

  • Essen und Trinken in der Kantine und anderen Einrichtungen ist kostenlos
  • Es gibt kostenfrei die Möglichkeit Sport zu machen, beispielsweise in kleinen Fitnessstudios
  • Teils wird sogar kostenlos die Wäsche der Mitarbeiter in der Firma gewaschen bzw. es gibt dort eine Reinigung
  • Oft gibt es Außenanlagen/Grünanlagen, in denen es sich die Mitarbeiter mit ihren Laptops bequem machen können
  • Da es in Amerika schon sehr viele Elektorautos gibt (Tesla), findet man in der Arbeit Aufladstationen hierfür
  • u.v.m.

Ziel hierbei ist mit Sicherheit: Die Mitarbeiter sollen Bestleistungen erbringen – und das am besten immer und auch in einer verlängerten Arbeitszeit. Außerdem sollen die Mitarbeiter sehr eng an die Company gebunden werden – was scheinbar auch funktioniert.

Des Weiteren arbeiten alle Mitarbeiter in riesigen Großraumbüros relativ nah beieinander. Hintergrund ist folgender: Bevor man 10 Minuten eine E-Mail verfasst, schaut man lieber einfach kurz ins andere Eck und geht zu dem Kollegen hin um Jeweiliges kurz zu besprechen. Das dient einer effizienten Arbeitsweise und verringert politische Probleme.

Die Mitarbeiter, die kurz ihre Ruhe brauchen, setzen sich einfach ihre Kopfhörer auf oder gehen in einen der zahlreichen, kleinen Meetingräume, die extra für den kurzen, spontanen Gebrauch gedacht sind und somit auch nicht reserviert werden können.

Teilweise gibt es in den Firmen regelmäßig einmal die Woche ein Meeting, bei dem alle Mitarbeiter dem CEO ganz offen Fragen stellen können. Diese Möglichkeit wird auch sehr gut angenommen und die Mitarbeiter möchten zu allen möglichen Themen die Meinung des Chefs abrufen – anders als es wahrscheinlich in Deutschland der Fall wäre (hier würde sich wahrscheinlich keiner trauen).

Außerdem arbeiten die Mitarbeiter für die jeweiligen Bereiche in interdisziplinären Teams zusammen. Dort haben sie ganz klar definierte Ziele und Timelines vorgegeben, wobei Teamlead meistens PM ist. Wenn etwas nicht funktioniert sind alle im Team verantwortlich, nicht nur einer. So entsteht ein enger Teamzusammenhalt, jeder versucht erfolgreich zu sein und teilweise sehen die Firmen diese Arbeitsweise als ideal an.

Wie man also sehen kann, arbeiten die Firmen in LA und Silicon Valley sehr modern und achten besonders stark auf das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter. Ich finde das sehr vorbildlich und hoffe, dass die Firmen in Deutschland auch immer weiter in diese Richtung gehen. 🙂

Thanks again to Brian and Dennis for showing us around Facebook and airbnb!